[Herr Jaromir] [Ein gestohlenes Juwel]

Und Herr Jaromir, der Hund? Der sollte lieber den Juwelen-Diebstahl vor der eigenen Haustür aufklären ...

(Märkische Allgemeine)

„Herr Jaromir?“ Der dicke Herr Fuchs grübelte. „Kommt mir bekannt vor. Sind Sie vielleicht verwandt mit dem Bahnwärter gleichen Namens?“
Herr Jaromir schüttelte den Kopf.
„Mit dem Fußballspieler?“ fragte Herr Fuchs. „Oder mit dem Opernsänger?“
„Nein“, sagte Herr Jaromir. „Ich bin der einzige Herr Jaromir, den ich kenne.“
„Schade“, sagte der dicke Herr Fuchs. „Dann habe ich mich wohl geirrt. Vermutlich gibt es gar keinen Bahnwärter dieses Namens, und auch keinen Fußballspieler und keinen Opernsänger. Ich habe schon viele Bücher gelesen. Aber ich muss zugeben, der Name Herr Jaromir war mir nicht bekannt.“
„Tut mir leid“, sagte der kleine Herr Jaromir verlegen.
„Aber ich bitte Sie! Das macht doch nichts! Jetzt ist mir endlich ein Herr Jaromir begegnet. Das wurde ja wohl Zeit. Und jedenfalls ist es ein schöner Name.“

(aus: Martin Ebbertz: Der kleine Herr Jaromir findet das Glück, Düsseldorf 2008)

Herr Jaromir und die gestohlenen Juwelen

Der Name dieser literarischen Figur ist so eingängig, dass ihn ein anderer Schriftsteller einfach klaut

Märkische Allgemeine

... seit wenigen Tagen gibt es nun ein anderes Buch mit Herrn Jaromir. Geschrieben hat es Heinz Janisch aus Wien. ... „Herr Jaromir und die gestohlenen Juwelen“ ... Ein Hund mit der Anrede „Herr“? Hat es das nicht auch gerade in der Kinderliteratur gegeben? Paul Maar, der Schöpfer von Sams und Herrn Taschenbier, punktete 2005 mit „Herr Bello und das blaue Wunder“. Aber warum nennt Heinz Janisch seinen Hund „Herr Jaromir“? ... Der sollte lieber den Juwelen-Diebstahl vor der eigenen Haustür aufklären.
(Karim Saab, Märkische Allgemeine)